So bleibt Ihre Tomatenernte auch während einer Hitzewelle gesund
So bleibt Ihre Tomatenernte auch während einer Hitzewelle gesund
Mit den steigenden Sommertemperaturen haben viele Gärtner Schwierigkeiten, Tomaten anzubauen. Pflanzen, die früher im Juli mit Früchten prall gefüllt waren, scheinen nun festzustecken. Zum Glück gibt es ein kostengünstiges Gartentool – das Schattentuch – das es uns ermöglicht, auch inmitten einer Hitzewelle schöne und saftige Tomaten zu züchten.
Wenn die Hitze nicht ideal ist
Glauben Sie es oder nicht, es kann zu heiß für Tomaten werden. Viele denken, dass die beliebteste Gemüseart für den Anbau nur von der heißen Sommersonne profitiert. Aber wie alle Pflanzen gedeihen Tomaten am besten in ihrem idealen Temperaturbereich. Alles, was außerhalb dessen liegt, kann zu seltsamen Problemen führen.
- Wachstumsverlangsamung
- Ausbleibende Fruchtproduktion
Hitze-Stress kann das Wachstum der Pflanzen stark verlangsamen und die Fruchtproduktion zum Stillstand bringen. Das macht Sinn, wenn man darüber nachdenkt. Viele Pflanzen gehen in den Selbstschutzmodus, reduzieren den Wasser- und Energieverbrauch, bis die Temperaturen wieder sinken.
Ein wichtiger Faktor für Tomaten ist die Produktion von Ethylen, einem Signal-Hormon, das den Reifungsprozess der Frucht einleitet.
Das ideale Temperaturfenster für Tomaten
Die optimale Temperatur für den Tomatenanbau liegt zwischen 18 und 29 Grad Celsius. Sobald die Temperatur über 29 Grad steigt, beginnen die Prozesse ins Stocken zu geraten. Bei Temperaturen über 37 Grad stoppt die Fruchtentwicklung nahezu vollständig.
Das Schattentuch zur Rettung
Ein Schattentuch kann einen großen Unterschied machen. Es reduziert die Sonnenstrahlen und kühlt die Pflanzen darunter. Je nach Standort und Wetterlage benötigen Sie das Schattentuch vielleicht nur gelegentlich während extremer Hitzewellen. In Kombination mit Ihrer normalen Tomatenpflege kann es Ihnen helfen, auch bei heißen Wetterbedingungen zu gedeihen.
Richtiges Anbringen des Schattentuchs
Sie sollten das Tuch nicht einfach über Ihre Pflanzen legen, wie Sie es beim Frostschutz tun würden, sondern es über den Tomaten aufhängen. So bleiben die Pflanzen kühl, und der Boden um sie herum wird ebenfalls gekühlt.
Bodentemperatur ist ebenfalls wichtig
Beim Einsatz eines Schattentuchs sollten Sie auch darauf achten, dass der Boden gut mulched ist. Unbedeckter Boden heizt sich tagsüber auf und speichert diese Hitze auch nachts. Mulch hilft, den Boden kühl zu halten und die dringend benötigte Feuchtigkeit zu bewahren.
Wiederholen Sie nach mir: Schattentuch anwenden, Mulch anwenden. Sie ergänzen sich perfekt.
Welcher Prozentsatz ist geeignet?
Beim Kauf von Schattentüchern treffen Sie auf verschiedene Schattierungsprozentsätze: 75%, 60%, 50%, 40% usw. Der allgemeine Konsens aus der Erfahrung vieler südlicher Gärtner ist, dass 40% bis 50% optimal sind. Ich persönlich finde, dass 40% perfekt sind, auch wenn die Temperaturen hier nicht so extrem sind wie bei meinen südländischen Freunden.
Alternativen zum Schattentuch
Obwohl Schattentücher sehr effektiv sind, gibt es einige gute Alternativen:
- Helle Bettlaken: Verwenden Sie einfache, lichtdurchlässige Bettlaken.
- Strandumbrellas: Diese können ebenfalls genutzt werden, sollten aber sparsam eingesetzt werden.
Ein zusätzlicher Vorteil: Vermeidung von Sonnenbrand
Ein weiterer Vorteil des Schattentuchs ist die Vermeidung von Sonnenbrand an den Tomaten. Bei besonders heißem Wetter kann direkte Sonneneinstrahlung junge Tomaten verbrennen, was sich in Blasenbildung äußert. Eine der besten Methoden, um Sonnenbrand zu vermeiden, ist das richtige Schneiden der Pflanzen. Die Blätter schützen die Früchte vor übermäßiger Sonneneinstrahlung.
Fazit
Die Bewältigung einer Hitzewelle kann für Gärten und Gärtner eine Herausforderung sein. Doch mit regelmäßigem Pflegeaufwand und dem Einsatz eines Schattentuchs können Sie auch in heißen Zeiten eine reiche Tomatenernte erzielen.
