So gelingt die einfachste Lavendelvermehrung durch Schichtung

So gelingt die einfachste Lavendelvermehrung durch Schichtung

Lavendel ist eine der Pflanzen, die in nahezu jeder Landschaft oder einem Garten zu finden sind. Kein Wunder, denn er ist pflegeleicht, zieht Bestäuber an und sein klassischer Duft ist sofort erkennbar. Zudem gibt es unzählige Verwendungsmöglichkeiten für diese wunderbare Pflanze. Das Anbauen von Lavendel ist also ganz einfach.

Warum Lavendel verjüngen?

Mit der richtigen Pflege und jährlichem Schnitt bleibt Lavendel zwar lange schön, doch irgendwann wächst die Pflanze verholzt. Mit jedem Jahr wird sie weniger vital, und die Blütenproduktion nimmt ab. Möchte man die Schönheit und den Duft des Lavendels weiterhin genießen, ist es notwendig, die Pflanzen irgendwann zu ersetzen. Anstatt neue Pflanzen zu kaufen, kann man jedoch einfach alte Pflanzen nutzen, um neue Lavendel durch einen Prozess namens Schichtung zu vermehren.

Was ist Schichtung und warum ist sie vorteilhaft?

Schichtung ist eine bewährte Methode, um Pflanzen zu vermehren. Man kann damit unzählige neue Lavendelpflanzen direkt von einer älteren Pflanze züchten. Diese Methode ist kostengünstig und benötigt keine Stammstecklinge. Während Stammstecklinge bei der Vermehrung von Lavendel ebenfalls beliebt sind, ist die Schichtung einfacher und hat zuverlässigere Ergebnisse. Neue Pflanzen wachsen direkt an der Mutterpflanze und erhalten alle nötigen Nährstoffe.

So funktioniert die Schichtung

Wenn du schon einmal Tomaten angebaut hast, weißt du, dass die Stängel Wurzeln schlagen, wo sie den Boden berühren. Bei Lavendel funktioniert dies ähnlich. Um eine neue Pflanze zu ziehen, musst du lediglich einen Teil des Lavendelstängels in den Boden eingraben und warten. Nach einiger Zeit wird der vergrabene Teil des Stängels Wurzeln bilden und neues Wachstum hervorbringen.

So vermehrst du Lavendel durch Schichtung

Benötigte Werkzeuge:

  • Handschuhe
  • Ein sauberes und steriles Messer
  • Landschaftsnadeln oder Steine

Der Prozess:

  1. Wähle einen Stängel an der Basis der Hauptpflanze, der nah am Boden wächst. Dieser sollte älter und verholzt sein.
  2. Schabe mit dem sauberen, sterilen Messer auf der Unterseite des Stängels einige Zentimeter von der Basis entfernt vorsichtig die äußere Rinde ab.
  3. Achte darauf, nur die äußere Schicht zu entfernen, damit das weiße Innere sichtbar wird. Dies regt die Heilungsfähigkeit der Pflanze an, was zur Wurzelbildung führt.
  4. Lockere den Boden unter dem Stängel und drücke den Stängel hinein. Er muss nicht vollständig vergraben werden; wichtig ist, dass der abgeschabte Teil den Boden berührt.
  5. Verwende eine Landschaftsnadel oder einen Stein, um den Stängel in dieser Position zu fixieren.
  6. Geduld ist gefragt. Nach einigen Wochen wird der Teil des Stängels, der den Boden berührt, beginnen, Wurzeln zu entwickeln.

Wann sollte man Lavendel schichten?

Da die neue Pflanze aktiv an der Mutterpflanze bleibt, kann Lavendel während der gesamten Wachstumsphase, von Frühling bis Sommer, vermehrt werden. Je früher du beginnst, desto kräftiger wird die neue Pflanze und desto besser wird sie über den Winter kommen.

Alte verholzte Pflanzen ersetzen

Die Schichtung von Lavendel ist die beste Methode, um alte, verholzte Pflanzen, die nicht mehr genug Blüten produzieren, zu ersetzen. Du kannst ein oder zwei neue Pflanzen direkt von der alten Mutterpflanze ziehen. Im folgenden Frühjahr kannst du die neue Pflanze von der Mutterpflanze trennen und die alte Pflanze ausgraben, während die neuen in ihrem Platz weiterwachsen.

Fazit

Die Schichtung von Lavendel ist eine einfache und effektive Methode, um große, buschige Pflanzen mit duftenden Blüten zu züchten. Anstatt alle paar Jahre neue Pflanzen zu kaufen, kannst du Generationen von Lavendelpflanzen aus einer einzigen Startpflanze ziehen.

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